Deutsch – Sprache

Wie heißen die vier Fälle?


Die vier Fälle benennt man mit lateinischen Begriffen. Das tut man, da viele Sprachen in der lateinischen Sprache ihren Ursprung hatten und weil man allgemeingültige Fachbegriffe verwenden wollte. 
 

1. Fall = Nominativ

 

  • Das Wort Nominativ kommt vom lateinischen Wort nominare und bedeutet benennen.
     
  • Der Nominativ benennt die Grundform eines Nomens. So kommt das Wort „Füchse“ von „Fuchs“. „Der Fuchs“ ist der erste Fall und wird auch Wer-Fall genannt. 
     

 

2. Fall = Genitiv

 

  • Das Wort Genitiv kommt vom lateinischen Wort genitivus und bedeutet die Abstammung bezeichnend.
     
  • Der Genitiv steht oft in Verbindung mit einem anderen Nomen und zeigt den Besitz an, wie im Beispiel „der Schwanz des Fuchses“. „Des Fuchses“ ist der zweite Fall,  Wessen-Fall oder Wes-Fall.
     

 

3. Fall = Dativ

 

  • Das Wort Dativ kommt vom lateinischen Wort dare und bedeutet geben.
     
  • Der Dativ zeigt oft an, dass jemandem etwas gegeben, gesagt oder gezeigt wird. Im Satz „Das Eichhörnchen schenkt dem Fuchs eine Nuss.“  bekommt der Fuchs ein Geschenk. „Dem Fuchs“ ist der dritte Fall oder Wem-Fall.
     

 

4. Fall = Akkusativ

 

  • Das Wort Akkusativ kommt vom lateinischen Wort accusare und bedeutet anklagen.
     
  • Der Akkusativ wird häufig verwendet, um anzuzeigen, wem etwas zugefügt wird oder was geschieht. Man fragt mit wen oder was. „Die Eule beobachtet den Fuchs.“ „Den Fuchs“ ist der vierte Fall oder Wen-Fall.